HURTS - Happiness

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HURTS - Happiness

Beitrag  Animagus am Fr 13 Mai - 2:02:56



Ein wenig bizarr wirkt das schon: graues Cover, emotionslose Gesichter, alles ziemlich steril...und dennoch steht da was von Happiness.
Die Fröhlichkeit die hier angepriesen wird steckt aber kaum in den Melodien, sondern eher in den Texten. Diese handeln nämlich Hauptsächlich von gescheiterten Beziehungen, weshalb hier wohl eher die Erleichterung über das Ende unglücklicher Zeiten zu sehen ist.

Doch genug geredet, jetzt wird sich der Musik gewidmet:
Unterm Strich lässt sich sagen, dass die 80er hier wieder voll und ganz aufblühen. Klassischer 80er Pop gepaart mit 80er-Look und schon steht das Revival, dessen Songs nun im Einzelnen dargestellt werden:

Silver Lining:
Beginnende Elektrosounds werden von Tönen, die eine Mischung aus Klavier und Glocken zu sein scheinen, sowie von Ticken einer Pendeluhr abgelöst, darauf folgend die klare Stimme des Sängers. Gegen Ende wird das Ganze ziemlich pompös durch Chorlaute im Hintergrund, letztenendes folgt eine Überleitung zu...

Wonderful Life:
Im Bus einmal gehört, sofort war der Ohrwurm da. Das Tickend er Pendeluhr sowie Keyboardakkorde leiten den Song ein, weiter gehts mit dem Gesang, der durch seine Rythmik fast schon ein klein wenig an Rap erinnert. Auch ein Saxophon findet seinen Weg in das Stück. Hier wird auch scheinbar viel mit Syntheziser gearbeitet.

Blood, Tears & Gold:
...was will man hierzu viel sagen. selber anhören empfehle ich. Ein absolutes Highlight auf diesem Album, ein wunderschönes Lied.

Lonely Sunday:
Es geht auch etwas temporeicher. Beat und Gitarrenklänge prägen diesen von zwei flotteren Songs.

Stay:
Sehr gefühlvoller, sehr groß aufgemachter Song. Doch spätestens hier kommt der Eindruck, das Album sei nicht abwechslungsreich genug.

Illuminated:
Dieses Lied hebt sich vom Album etwas ab, da er den anderen Songs doch ziemlich unähnlich ist. Klänge der E-Gitarre, viel Elektro, und ziemlich viel Ruhe sind in dem Stück drin, der Refrain wird ziemlich hoch gesungen.

Evelyn:
Immer pompöser werdender Song mit mehr Pauken, auch gegen Ende scheinbar etwas schneller werdend.

Better Than Love:
Glasklarer diskoähnlicher Sound der 80er mit schnellem Keyboardspiel.

Devotion:
Scheint ein Akkordeon zu sein welches den Song einleitet. Auch scheint eine Frauenstimme v.a. den 2. Refrain zu singen, könnte aber auch eine verzerrte Männerstimme sein.

Unspoken:
Auch hier klassischer 80er-Sound. Beinahe ausschließlich bestehend aus einem Refrain, mit viel Gefühl gesungen.

The Water:
Gänsehaut! Super gesungen. Sehr leiser Song der sich vom Album abhebt. Auch hat man sich hier ein Orchester ins Boot geholt.
Darin ist auch ein Hidden Track versteckt, der wohl "Verona" heißen wird, ziemlich schlicht gehalten, doch die Pauken, die den Gesang neben den Geigen begleiten, machen das Ganze aber fast wieder pompös.



Fazit:
Ganz klar, wer 80er mag ist im Vorteil! Und auch die, die "Wonderful Life" mögen, denn das Album wirkt im Ganzen doch etwas eintönig, auch wenn die Lieder gefallen.
Das Booklet gefällt mir, auch das, dass (außer ich bilde mir das ein) die Bilder zu den jeweiligen Texten doch erst nach kurzem Nachdenken etwas mit dem Lied, sprich Text, zu tun haben.
Unterm Strich gebe ich aufgrund eben doch etwas fehlender Abwechslung 8 von 10 Punkten.
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